Taekwon-Do
Traditionelles Taekwon-Do und Gesundheit:
Kampfsport wurde seit seiner Entstehung mit der Motivation betrieben, das Leben und die Gesundheit bestmöglich zu schützen. Auch in der heutigen Zeit, in der die Hauptgefahren für unseren Körper dauerhafte Fehlbelastungen und Bewegungsmangel sind, sollte der Erhalt der Gesundheit die wichtigste Maxime im Kampfkunsttraining sein.
Im traditionellen Taekwon-Do werden sämtliche sportmedizinischen Belastungsformen (Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Koordination) und das Konzentrationsvermögen trainiert. Einseitige Belastungen und Fehlbelastungen werden so wirkungsvoll vermieden.
Die Schulung von Konzentration, Ausdauer und Willenskraft wirken sich positiv auf die Psyche und das allgemeine Wohlbefinden aus. Aus sportmedizinischer Sicht bietet Taekwon-Do so eine hervorragende Möglichkeit, körperliche und geistige Fitness zu erlangen und diese bis ins hohe Alter zu erhalten.
Dabei ist traditionelles Taekwon-Do nicht nur für jugendliche Sportler geeignet. Auch handelt es sich nicht um eine klassische Wettkampfsportart. Prinzipiell steht die Entwicklung des Einzelnen im Vordergrund. Jeder trainiert individuell nach seinen eigenen körperlichen Möglichkeiten und Voraussetzungen.
Familien trainieren zusammen und finden im Taekwon-Do eine exzellente Möglichkeit, gemeinsam einer interessanten Sportart nach- zugehen. Bei Kindern soll das gemeinsame Training auch Werte wie Kameradschaftsgeist, Respekt und Disziplin sowie Rücksicht und Wertschätzung füreinander vermitteln.
Im Unterschied zu Hallo- oder Vollkontaktsportarten werden in der traditionellen Form des Taekwon-Do alle Techniken ohne Körperkontakt ausgeführt. Der Sportler lernt seinen Körper best möglich zu kontrollieren und Schlag- oder Trittvarianten zu stoppen. Das Verletzungsrisikio wird dadurch minimiert.
Einzig bei Prüfungen oder Vorführungen dient ein "Bruchtest" z.B. auf Bretter zur Demonstration der Perfektion und Effizienz der Technik.
In einer deutschlandweiten Studie mit über 1.300 Teilnehmern, durchgeführt an der Orthopädischen Klinik der Universität Jena, konnte nachgewiesen werden, dass bei der traditionellen Trainingsmethode nach Großmeister Kwon, Jae-Hwa, das Verletzungsrisiko außerordentlich gering ist. eine weitere Studie zeigte, dass Taekwon-Do durch Haltungs- und Koordinationsschulung zur einer deutlichen Linderung chronischer Beschwerden, z.B. chronischer Rückenschmerzen, führen kann. Häufig wurden auch eine gesteigerte Belastungsfähigkeit im Beruf und verbesserte schulische Leistungen der Kinder beobachtet.


